Häufige Fragen
Der Gang zum Herzspezialisten - warum?
Was ist ein Herzspezialist?
Was macht der Herzspezialist, was meine Tierärztin/mein Tierarzt nicht machen kann?
  - Die Blutdruckmessung
  - Das Elektrokardiogramm (EKG)
  - Das Holter-EKG
  - Das Röntgen
  - Die Echokardiografie
  - Die Doppler-Echokardiografie
  - Der Gewebedoppler (Tissue Doppler Imaging)
  - Die Kontrast-Echokardiografie
Muss das sein? Ist mein Tier wirklich so krank?
Wird sich der ganze Aufwand lohnen?
Was wird das kosten? Kann ich mir das leisten?
Wie läuft das alles ab?
Warum muss mein Tier nüchtern sein?


Der Gang zum Herzspezialisten - warum?

In der Sorge um das Wohlergehen Ihres Hundes oder Ihrer Katze hat Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt eine Überweisung Ihres Schützlings zu uns, eine auf Herzerkrankungen spezialisierte Praxis, angeregt. Sie/Er ist daher der Meinung, dass sich Ihr Hund oder Ihre Katze durch eine aufwändigere Herzuntersuchung möglicherweise gezielter behandeln lassen wird. Dadurch würde sich seine/ihre Lebensqualität erhöhen und die Lebensdauer verlängern lassen.

So verantwortungsvoll wie dieser Vorschlag von Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt ist, wird er bei Ihnen vermutlich etliche Fragen aufwerfen. Auf diese Fragen sollen Ihnen im Folgenden Antworten gegeben werden.


Was ist ein Herzspezialist?

Als Herzspezialist (= Kardiologe) habe ich mir durch jahrelange intensive Zusatzausbildungen auf dem Gebiet der Herzerkrankungen ein über das normale Maß hinausgehendes Fachwissen angeeignet und halte dieses ständig durch regelmäßige Fortbildungen und ständigen fachlichen Austausch mit anderen Kardiologen auf dem neuesten Stand.

Weil ich tagtäglich und ausschließlich Herzuntersuchungen durchführe, ist mir die Anschaffung qualitativ hochwertiger und für den Einsatz in der Kardiologie spezialisierter Geräte möglich. Mit diesen Geräten und der dazugehörigen Erfahrung in deren Handhabung können zuverlässige und aussagekräftige Befunde erhoben werden. Und diese sind die Grundlage für das A und O einer erfolgreichen und effektiven Behandlung: eine sichere und detaillierte Diagnose, die alle Facetten der Herzerkrankung Ihres Tieres erfasst.


Was macht der Herzspezialist, was meine Tierärztin/mein Tierarzt nicht machen kann?

Nachdem Ihr Hund oder Ihre Katze gründlich untersucht und abgehorcht worden ist, stehen folgende Spezialuntersuchungen zur Verfügung:
Dieses sind die wesentlichen Untersuchungsmethoden, die in unserer Praxis für die Herzuntersuchung Ihres Tieres zur Verfügung stehen. Keine Angst, nicht immer werden alle Untersuchungen erforderlich sein. Möglicherweise sind einige Untersuchungen davon ja auch schon durch Ihre Tierärztin/Ihren Tierarzt vorgenommen worden. Wenn z. B. in Ihrer Haustierpraxis ein EKG geschrieben oder Röntgenaufnahmen angefertigt worden sind, sollten sie diese Befunde zu Ihrem Termin bei uns unbedingt mitbringen. Dann müssen sie nicht noch einmal gemacht werden.

In aller Regel werden wir dann am Ende in der Lage sein, eine sichere Diagnose der Herzerkrankung Ihres Tieres zu stellen. Wir kennen nun die Feinheiten und die speziellen Eigenarten der Herzerkrankung Ihres Tieres genau und können damit aus der Vielzahl möglicher Therapiewege den für Ihren Schützling optimalen heraussuchen.


Muss das sein? Ist mein Tier wirklich so krank?

Ja, es gibt sie, die gefürchteten lebensbedrohlichen Krisen, in die herzkranke Hunde oder Katzen geraten können. Dann müssen natürlich schnell alle diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, wenn ihnen geholfen werden soll. Aber weitaus häufiger handelt es sich nicht um solche schlimmen Fälle. Meistens wird es bei der kardiologischen Untersuchung nur darum gehen, den besten Therapieweg für Ihr Tier ausfindig zu machen und sozusagen den Grundstock für die optimale Behandlung der kommenden Jahre zu legen.

Früher, das heißt vor etwa 15 bis 20 Jahren, da konnte man die für eine Herztherapie in Frage kommenden Medikamente an den Fingern einer Hand abzählen. Das ist mittlerweile längst nicht mehr so. Viele, für das Wohl herzkranker Tiere segensreiche Präparate sind hinzugekommen. Entsprechend besser fallen heutzutage auch die Therapieerfolge aus. Doch ist damit natürlich auch alles komplizierter geworden. Eine Auflistung der heute zur Verfügung stehenden Herzpräparate würde mindestens zwei Din A4 Seiten füllen. Um diese verschiedenen Medikamente jedoch sinnvoll einsetzen zu können, müssen genaueste Informationen über die jeweilige Situation am Herzen des betroffenen Tieres vorliegen. Diese sind nur in solchen speziellen Herzuntersuchungen, wie sie oben angesprochen worden sind, zu gewinnen.


Wird sich der ganze Aufwand lohnen?

Es ist durchaus möglich, dass Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt schon das optimale Herzmedikament einsetzt und dass die ganzen Zusatzuntersuchungen bei uns zu dem gleichen Ergebnis führen. In einem solchen Fall hat der "ganze Aufwand" nur die Gewissheit erbracht, dass Ihr Hund oder Ihre Katze tatsächlich optimal behandelt wird. Allerdings ist das nicht die Regel. Weitaus häufiger führen die gewonnenen Erkenntnisse zu einer Optimierung der bisherigen Therapie, die sich dann in einer Zunahme an Lebensqualität und Lebensfreude Ihres Tieres ausdrücken. Oft ist es sogar so, dass in Fällen, in denen Ihr Tierarzt bereits mehrere Medikamente gleichzeitig verordnet hat, durch die Erkenntnisse der speziellen Herzuntersuchung das eine oder andere Medikament abgesetzt werden kann, weil es in diesem konkreten Fall nicht sinnvoll oder nicht notwendig ist. Dann hat sich der Gang in die Spezialpraxis auf lange Sicht sogar finanziell gelohnt.


Was wird das kosten? Kann ich mir das leisten?

Spezielle Herzuntersuchungen nehmen viel Zeit in Anspruch. In der Regel wird die Herzuntersuchung Ihres Tieres zwischen einer und zwei Stunden in Anspruch nehmen, in einigen Fällen sogar noch länger. Am Ende muss ein ausführlicher Untersuchungsbericht für Sie und Ihre Tierärztin/Ihren Tierarzt geschrieben werden. Hinzu kommt der Einsatz der teuren Geräte. Klar, dass eine solche Untersuchung nicht "billig" sein kann.

Wenn Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt schön länger mit uns zusammen arbeitet, wird sie/er den preislichen Rahmen kennen, in dem sich die Untersuchungskosten bewegen werden. Fragen Sie sie/ihn danach. Falls Sie sich vorher genauer informieren möchten, rufen Sie uns gerne an. Ganz genaue Angaben werden wir Ihnen am Telefon allerdings auch noch nicht machen können, weil ja erst dann feststeht, welche Untersuchungen im speziellen Falle Ihres Tieres sinnvoll sind, wenn eine allgemeine Untersuchung durchgeführt und das Problem eingekreist worden ist. Aber bevor es zu den speziellen Untersuchungen kommt, werden Sie in Ruhe über alles aufgeklärt werden. Und letzten Endes entscheiden immer Sie darüber, was gemacht wird.


Wie läuft das alles ab?

Wenn Sie bereit sind, mit Ihrem Tier zum Spezialisten zu gehen, wird Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt Ihnen ein Überweisungsschreiben aushändigen, in dem sie/er uns über die Krankheitsgeschichte, die aktuellen Symptome und die bisherigen Untersuchungen unterrichtet. Dann rufen Sie bei uns an und verabreden mit uns einen Untersuchungstermin. Auch in diesem Telefonat können Sie schon die voraussichtlichen Kosten erfragen. Nach der Untersuchung werden wir einen genauen Untersuchungsbericht über alles schreiben und ihn an Sie und Ihre Tierärztin/Ihren Tierarzt schicken. Per Fax oder E-Mail ist das schnell geschehen. In diesem Bericht steht dann auch eine genaue Empfehlung für die weitere Therapie Ihres Schützlings. Auf diese Weise bleibt die eigentliche Behandlung in der Hand Ihrer Tierärztin/Ihres Tierarztes.


Warum muss mein Tier nüchtern sein?

Wir bitten Sie, Ihr Tier nüchtern zu lassen. Am Vorabend des Untersuchungstages sollte es nach 20:00 Uhr nichts mehr zu fressen bekommen (Wasser darf es jederzeit trinken!). Dies hat mehrere Gründe:

Überwiegend sind die an uns überwiesenen Tiere schwer krank. Ihr Tier und seine Beschwerden kennen wir noch nicht. Es wird sich also erst bei der Untersuchung zeigen, wie in seinem speziellen Fall am besten vorzugehen ist.
Weil wir im Voraus nicht wissen können, wie die Untersuchung verläuft, haben wir diese Regel zum Wohle Ihres Tieres aufgestellt. Sie dient allein dazu, dass die Untersuchung so effektiv und qualitativ hochwertig wie möglich ablaufen kann. Vor diesem Hintergrund gelingt es Ihnen hoffentlich, stark zu bleiben und die strafenden Blicke Ihres Tieres auszuhalten. Aber: